30.03.2025

Es ist mal wieder Sommerzeit!

Wenn am Sonntag, 30. März 2025, einmal mehr die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden, gehen sie wieder los: Die Diskussionen darüber, dass doch die EU die Zeitumstellung längst abschaffen wollte, es aber angeblich einfach nicht hinbekommt. Und dass das halbjährliche Vor- und Zurückstellen, das einst zum Energiesparen eingeführt wurde, nichts bringt, außer, dass sich im Herbst viele über eine Stunde mehr am Sonntag freuen und umgekehrt im Frühjahr andere umso mehr über die verlorene Stunde ärgern. Umfragen ergaben: Eine Mehrheit in Deutschland ist für die Abschaffung der Zeitumstellung.

Aber: Prof. Dr. Korbinian von Blanckenburg bringt das Problem auf den Punkt: „Bei ganzjähriger Normal- beziehungsweise Winterzeit hätten wir zur Sommersonnenwende Mitte Juni in Ostpolen von 3 bis 20 Uhr Sonne, in Westspanien von 6 bis 21.30 Uhr.“ Würde sich hingegen die Sommerzeit als ganzjährige Zeit durchsetzen, ginge in Spanien im Winter erst um 10 Uhr die Sonne auf – auch dies trifft dort auf wenig Gegenliebe.

Der Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften unterbreitete deshalb schon im März 2024 einen Vorschlag, der diese Probleme behebt und gleichzeitig die Abschaffung der Zeitumstellung ermöglicht: Europa benötigt einen neuen Zuschnitt der Zeitzonen. Gegenwärtig gibt es drei Standardzeitzonen in der EU: Die Westeuropäische Zeit (Irland, Portugal), die Mitteleuropäische Zeit (17 Mitgliedstaaten, darunter Deutschland und Österreich) und die Osteuropäische Zeit (Bulgarien, Zypern, Estland, Finnland, Griechenland, Lettland, Litauen und Rumänien).

Problematisch ist mit Blick auf die Abschaffung der Zeitumstellung die Mitteleuropäische Zeit. „Die umfasst etwa 30 Längengrade, also das Doppelte einer normalen Zeitzone“, sagt Philipp Neumann, Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH OWL. Von Blanckenburg schlägt vor, dass Spanien aus der MEZ heraus in die Zeitzone Portugals wechselt und alle Länder, die östlich von Deutschland liegen, auf die Osteuropäische Zeit umstellen.

Der EU Vorschlag, dass die Europäer, womöglich noch mit einer Volksabstimmung, darüber entscheiden sollen, was ihnen nun lieber wäre, Sommer- oder Winterzeit, ist wieder dem Gehirn vom Politiker entsprungen, die wahrscheinlich die naturwissenschaftlichen Fächer in der Schule abgewählt hatten, und hat keinen Bezug zu den Zeitzonen, die nun mal auf die Gesetzmäßigkeiten des Umlaufs der Erde um die Sonne basieren, und so die 24 Stunden eines Umlaufs in Zeitzonen unterteilt wurden.

20.03.2025

…freue ich mich, dass der Frühling da ist! Heute um 10:1 war es soweit, dass die Sonne genau über dem Äquator stand, und Tag und Nacht gleich lang sind. Der Frühling startet in Portugal um den 26. Februar herum. Im langjährigen Mittel erreicht er am 20. April den Oberrhein und am 25. Mai Finland. Der Frühling hat in der Natur also eine Geschwindigkeit von etwa 40 Kilometern pro Tag.
In den Bergen arbeitet er sich mit einer Geschwindigkeit von 3 Tagen pro 100 Meter in die Höhe. Das lässt sich auch anhand der Blüten beobachten. Dabei sind die Forsythien mit 3,8 Tagen pro 100 Meter langsamer als die schnellen Buschwindröschen, die es auf 2,8 Tage pro 100 Meter schaffen.

Das sind schöne Aussichten! Ganz betrüblich finde ich dagegen die allgemeine Weltlage, im nahen Osten ist der Krieg wieder entflammt, und US Präsident Trump hat wohl gemeint, er könne Putin „um den kleinen Finger wickeln“ – da hat er sich wohl verschätzt. In Europa gibt es eine noch nie dagewesene Aufrüstung, das transatlantische Bündnis hat schweren Schaden genommen, und Deutschland macht Schulden in Höhe eines kompletten Steueraufkommens für ein Jahr.

Und: Außenministerin Baerbock soll eine Top-Position bei den Vereinten Nationen erhalten. Die Bundesregierung will die Grünen-Politikerin nach Informationen aus Regierungskreisen für den Vorsitz der UN-Generalversammlung benennen.
Geht’s noch?

28.02.2025

Nach einem beispiellosen Streit vor laufenden Kameras haben US-Präsident Trump und sein ukrainischer Kollege Selenskyj ihr Treffen in Washington abgebrochen. Zuvor hatte Trump Selenskyj mit Vorwürfen überzogen. Dieser riskiere einen Dritten Weltkrieg. So etwas hat es noch bei keiner Pressekonferenz gegeben: ein Streit auf offener Bühne. Sei dem laufen alle diplomatischen Kanäle heiß. Und Europa hat begriffen, dass die Weltordnung ab diesem Tag eine Andere ist.

Die einzelnen Vorwürfe Trumps habe ich in diesem Artikel beleuchtet.

19.02.2025

Das Bundeskabinett der Rest-Ampelkoalition kommt heute Vormittag zu seiner letzten Sitzung vor der Bundestagswahl zusammen. Die Minister von SPD und Grünen werden sich um den ovalen Tisch im sechsten Stock des Kanzleramts gruppieren, der Chef sagt ein paar Sätze, es gibt Kaffee aus silbernen Kännchen. Der schmeckt etwas fade, aber das ist nun auch egal, es passt zu dieser Runde. Nach ihrer 128. Zusammenkunft gehen die Regierenden dann auseinander, das selbst ernannte „Fortschrittsbündnis“ zerstreut sich wie der Sand im Wind. Und dann kommt etwas Neues. Hoffnung ist schön, sie kann ein ganzes Volk motivieren. Tatsächlich braucht Deutschland nichts so sehr wie eine kollektive Zuversicht Infusion. Einen bundesweiten Energieschub, der den Pessimismus, die Depression und die Miesepeterei hinweg fegt. Das Land ist stark, hat enormes Potenzial und europaweit die besten Voraussetzungen, den vielen Krisen zu trotzen. Eine echte Fortschrittskoalition, die braucht es jetzt. Doch noch ist nichts entschieden, noch sind es vier Tage, und die Wählerschaft tickt heute anders als früher. Viele Menschen sind sprunghafter, wenn es um Politik geht, viele sind unzufrieden mit dem Personalangebot der Parteien – und fast ein Drittel ist Umfragen zufolge auch jetzt noch unentschlossen, wem sie ihre Stimmen geben soll. In so einer Lage können mitreißende Auftritte einzelner Politiker oder brisante Nachrichtenereignisse die Stimmungslage stark verändern. So oder so: Am Sonntagabend um 18 Uhr beginnt der schwerste Teil der Arbeit. Dann müssen die demokratischen Parteien beginnen, eine Koalition auszuloten, die hoffentlich länger hält als die Streit-Ampel. Schaffen es FDP oder BSW oder gar beide doch noch ins Parlament, dürfte es für ein schwarz-rotes oder schwarz-grünes Bündnis nicht reichen. Dann bräuchte es zum ersten Mal in der bundesdeutschen Geschichte eine Vierparteienkoalition, um das Land zu regieren: CDU, CSU plus zwei Partner. Mit Durchregieren wird es dann sicher nichts. Das dürfte sogar der selbstbewusste Herr Merz einsehen.

15.02.2025

Nachdem ich mich lange vor Windows 11 gedrückt hatte, wurden die Hinweise von Microsoft zuletzt so beharrlich, dass ich heute doch das Upgrade gemacht habe.

Anders als etwa bei meinen iPhone, wo es noch nie Probleme gab, weiß ich als IT Mann, was bei Windows alles schief gehen kann. So habe ich alles mögliche vorher gesichert, die Luft angehalten, und das Upgrade installiert, nachdem es von Win10 angeboten wurde.

Und was soll ich sagen: Alles lief ohne Probleme durch, allen Befürchtungen zum Trotz – das hatte ich bei früheren Upgrades von Windows 10 auch schon ganz anders erlebt!
Sogar mein Audio Studio lief auf anhieb, mit Sound und MIDI…

Der Desktop sieht mittlerweile wieder aus wie Windows 10 – Die Macht der alten Gewohnheit. (mit dem Start Menü links, und den alten Programmgruppen)