29.07.2026

Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin trauern viele Menschen, während die Politik streitet, und noch nicht weiß, welche Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen werden müssen. vor dem Brandenburger Tor, und am Tatort im östlichen Tiergarten werden Blumen und Bekundungen abgelegt.

26.07.2026

Dild: Zeit
In Berlin demonstrierten hunderttausende für Vielfalt und gegen Queerfeindlichkeit. „wir werden nicht leiser sondern lauter“, sagten die Organisatoren.

Es war ein schönes und buntes Fest, an dem ich mir dachte: Diese ungezwungene Buntheit müsste in den Berliner Alltag hinüber gerettet werden. Und es ging mir durch den Kopf, dass der Berliner Alltag oft ganz ander wahrgenommen wird – siehe dazu meinen Beitrtag vom 18.07.2026 mit dem designierten OB Kandidat Evers.

Als etwas älteres Semester bin ich mit meinem Mann auch nicht zu spät wieder nach Hause aufgebrochen, und habe von dem Anschlag auf den CSD erst zuhause durch die Nachrichten erfahren.
Es war, als hätte das Motto des CSD seine ganz eigene Bedeutung neu bekommen.
Bild: RBB
Gegen 22:00 Uhr kamen die ersten Bilder von dem Anschlag auf NTV, nachdem ich per WhatsApp von Freunden und Bekannten gefragt wurde, ob es mir noch gut geht- da dachte ich mir noch: warum nicht?

Ich hatte während des CSD ein gutes Gefühl der Sicherheit: Entlang des Weges überall Sperren, freundliche Polizisten, und Hubschrauber beobachteten von Oben ständig die Lage. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es gefährlich werden könnte… Und so fuhren wir nach einem kleinen Abendessen im Hopfinger am Brandenburger Tor entspannt über den U-Bahnhof „Unter den Linden“ nach Hause.
Der eigentliche CSD fand dieses Jahr einen Tag später statt: Das Gefühl, sich die Freiheiten jetzt erst recht nicht mehr nehmen zu lassen, Trauer über die Tote, und das Mitgefühl für die Verletzten.

Ich rechne, trotz aller eifrigen Bekundungen vieler Politiker, nicht mit einer nachhaltigen Lösung seitens der Politik. Auch die queere Community selbst muss einiges aufarbeiten, wenn Teilnehmer mi dem Banner „from the river to the sea…“ von der Polizei aus dem Zug entfernt werden mussten.

Der Focus des diesjährigen CSD Mottos lag wohl hauptsächlich auf der Bedrohung von Rechts , und viel haben dabei die Bedrohung durch den islamischen Fundamentalismus aus den Augen verloren!


Mittlerweile wurde der Täter bei seiner Festnahme tödlich verletzt – das tut mir, ehrlich gesagt, auch ein bisschen Leid, mit seinen erst 21 Jahren. Er ist wohl durch die sogenannten „Sozialen Medien“ in seinem kurzen Leben schon früh falsch abgebogen…

18.07.2026

Quelle: Welt

Stefan Evers, der neue Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Wahlen im September, hat von negativen Erfahrungen als schwuler Mann in Berlin berichtet. Dem „Tagesspiegel“ sagte er: „Wenn man händchenhaltend in der U7 unterwegs ist, kann es sehr unangenehme Situationen geben.“ Solange das so sei, dürfe man „im Kampf für Respekt und Vielfalt nicht nachlassen“.

Als Ursache für „Vorurteile und Übergriffe“ nannte Evers „kulturelle Hintergründe oder religiös-fundamentalistische Strukturen“. Zuletzt habe etwa eine Studie der Bildungsverwaltung festgestellt, „dass für fast 30 Prozent der muslimischen Schüler die Scharia das geltende Recht ist und nicht das Grundgesetz“.

Er fügte hinzu: „Wir dürfen nicht Ruhe geben, bis auch dem Letzten klar ist, dass man sich in diesem Land an unsere Regeln zu halten hat.“

Evers führte aus, er finde „Hassgewalt in jeder Form unerträglich“. Das betreffe nicht nur schwule Männer. „Wenn sich jüdische Menschen mit einer Kippa nicht sicher durch Neukölln bewegen können, haben wir noch viel zu tun.“ Er betonte, dass sich jeder in Berlin frei bewegen können solle, unabhängig von Herkunft, Glaube oder Sexualität.

Seine Vision für Berlin sei, „dass bei uns alle Menschen eine Chance haben, ihre persönliche Vision zu verwirklichen“. Viele Menschen hätten ein Verhältnis der „Hassliebe“ zur Stadt, derzeit kippe es gelegentlich zum Hass. Dagegen wolle er arbeiten. Berlin habe immer noch großes Potenzial. „Hier kann man wirklich alles werden, sogar Spitzenkandidat über Nacht.“

Evers ist seit 2015 mit einem Mann verpartnert, später heirateten sie. Sein Privatleben wolle er weiterhin aus der Öffentlichkeit heraushalten, sagte er dem „Tagesspiegel“.

Evers ist seit 2023 Bürgermeister und Finanzsenator. Im April dieses Jahres übernahm er zusätzlich das Amt des Kultursenators.

In Berlin finden am 20. September Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt. Evers war erst vor Kurzem zum Spitzenkandidaten der Landes-CDU gekürt worden, nachdem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Grund waren anhaltende Diskussionen um seine Falschaussagen zu seinem Verhalten während des großflächigen Stromausfalls im Berliner Südwesten im Januar. In Umfragen liegt die Berliner CDU derzeit auf Platz vier hinter Linkspartei, AfD und Grünen.

12.07.2016

07.07.2026, Berlin: Kai Wegner (CDU), Foto: Elisa Schu/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Zehn Wochen vor der Wahl in Berlin zieht der regierende Oberbürgermeister Kay Wegner seine Kandidatur zurück. Gestolpert ist er durch falsche Aussagen zu seinem Tennis Spiel während des Blackouts in Berlin.

Die Situation erinnert an den glücklosen Armin Laschet, der während dem Hochwasser im Ahrtal einen Moment zu lang in die Kamera grinste.

Beide Vorfälle lassen ein politisches Feingefühl eklatant vermissen.

Es geht in Berlin um eine echte Schicksalswahl: Die SPD will keine Koalition mit einer CDU unter Wegner, und rot, rot, grün steht bereits in den Startlöchern. Da hat Berlin keine rosige Zukunft!

02.07.2026

Nach all den Ereignissen der letzten Zeit, nach der Hoffnung der Politik, die Fußball WM könne die Menschen etwas ablenken, und dem grandiosen Scheitern der deutschen Fußballer, wird es Zeit für etwas wirklich schönes: Steve Hacket, „the black Sea“. Die alten Herren von Genesis und Marillion.

Zeit zum träumen…