11.04.2024

Fand in Deutschland am 11. August 1999 statt.

Wie ich festgestellt habe, schrieb ich damals keinen Eintrag in dieses Tagebuch. Ich erinnere mich aber genau, dass sich Mitarbeiter und Kunden im Garten der Firma versammelt hatten, um das Ereignis zu beobachten. Kollege Martin hatte aus dem Verleih eine professionelle Kamera aufgebaut, und mit einem super Teleobjektiv versehen, sowie unsere stärksten Graufilter adaptiert. So konnten alle, wie sich das für Fernsehprofis gehört, das Geschehen auf einem großen Monitor mitverfolgen.

Das Naturspektakel löst neben Begeisterung auch Endzeitängste aus, denn der Astrologe Nostradamus prophezeite im 16. Jahrhundert: „Im Jahr 1999, im siebten Monat, wird der große Schreckenskönig vom Himmel kommen“. Zum Weltuntergang kam es nicht, jedoch löste die Sonnenfinsternis zahlreiche Staus auf den Autobahnen und überfüllte Züge aus. Viele versuchten in Deutschland, in ein wolkenfreies Gebiet zu gelangen, um das Spektakel bestmöglich beobachten zu können. Die nächste totale Sonnenfinsternis wird in Deutschland am 3. September 2081 stattfinden. Das werde ich sicher nicht mehr erleben!

Ach was war das damals noch eine einfache Fernsehtechnik: 16:9 gab’s noch nicht, HD ebenfalls nicht, und so sahen wir das Ergebnis in PAL im 4:3 Format. Auch das fanden wir zu dieser Zeit ganz toll…

Ich erinnere mich noch, dass es dunkler wurde, als ich es erwartet hatte, fast Nacht. Die Außenbeleuchtung ging an, und der heiße Sommertag bekam eine deutlich spürbare Abkühlung. Ich konnte auch Vögel beobachten die etwas irritiert in der Gegend herum flogen. eine Stunde später war alles vorbei, und jeder ging seiner Arbeit nach, von der ich in den Tagen des Aufbaus der Firma wahrlich auch genug hatte…

07.04.2024

  • Katrin Göring-Eckard Jahrgang 1966. Diese absolvierte ein Theologie Studium in Leipzig, welches sie 1988 erfolglos abbrach, und die Hochschule ohne jede Berufsausbildung verließ. Anschließend soll sie als Küchenhilfe gearbeitet haben.
  • Claudia Roth Als zweite von links sehen wir Claudia Roth, Jahrgang 1955. Claudia Roth begann in München ein Studium der Theaterwissenschaft, Geschichte und Germanistik, das sie nach einem Jahr abbrach. Auch sie blieb, wie Katrin Göring-Eckard, ohne jede Berufsausbildung.
  • Ricarda Lang Die zweite von Rechts im Bild ist Ricarda Lang, Jahrgang 1994. Ricarda Lang studierte sieben Jahre Rechtswissenschaften, zunächst in Heidelberg, dann in Berlin. Dann brach sie ihr Studium nach sieben Jahren ab, und bleib ohne jede abgeschlossene Berufsausbildung.
  • Analena Baerbock Ganz rechts im Bild sehen wir Analena Baerbock, Jahrgang 1980. Analena Baerbock begann im Jahr 2000 an der Universität Hamburg ein Studium der Politikwissenschaft, dass sie nach vier Jahren ohne Abschluss abbrach. Anschließend erwarb sie in London einen fragwürdigen Master innerhalb von nur einem Jahr, in einem Studiengang, in dem man sich für eine hohe Summe einkaufen musste. Ihre Master Arbeit von geringem Umfang wurde nie veröffentlicht, und ist laut der Hochschule in London nicht mehr auffindbar, gilt als verschollen.

30.03.2024

Bild: ©dpa
Nachdem eine Mehrheit 2018 bei einer EU-weiten Umfrage für die Abschaffung der Zeit Umstellung gestimmt hatte, wurde das Ende der Zeit Umstellung zwar beschlossen. Doch seit die Mitgliedsstaaten entscheiden sollen, ob sie zur Normalzeit zurückkehren wollen oder bei einer ganzjährigen Sommerzeit bleiben wollen, ist der Prozess ins Stocken geraten. „Die EU-Kommission und das europäische Parlament hatten das längst und eindeutig bestätigt. Die Nationalstaaten sollen das umsetzen“, sagte der sächsische EU-Abgeordnete für die CDU in Brüssel, Peter Jahr, dem MDR. Zwar sei 2020 die Corona-Pandemie dazwischen gekommen, aber danach hätte das Thema geklärt werden müssen, meinte Jahr. „Die Länder finden immer wieder Ausreden. Es geht einfach nicht voran.“

Das liegt auch daran, dass sich im Detail einige Haken zeigen. So braucht etwa die Umstellung des Verkehrs auf das neue Zeit System – die Koordinierung von Fahrplänen oder die Vergabe von Slots auf Flughäfen – einen größeren Vorlauf. Zudem würde es mehr als die gegenwärtigen drei Zeitzonen in der EU geben. Eine große Zeitzone, die von Spanien bis Polen reicht und bisher durch den ausgleichenden Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit funktionierte, wäre dann wohl nicht mehr möglich.
Nach meiner Meinung kann es nach der Abschaffung nur die normale Mitteleuropäische Zeit geben. Die Wahl der Bürger ist vollkommener Quatsch, weil die Zeit astronomischen Regeln folgt. Wir können die Zeit des Umlaufs der Erde um die Sonne auch nicht ändern, und danach hat ein Jahr 365 Tage, und ein Tag 24 Stunden! Außerdem ist Europa zu groß für eine allgemeine Sommerzeit. Da würde es Winters im Westen zu spät hell, und alle Zeitpläne kämen dauerhaft durcheinander. Erst recht, wenn alle Staaten der EU das für sich selbst entscheiden würden – Chaos vorprogrammiert. Anstatt richtige Entscheidungen zu fällen, ist das wieder ein EU Bürokratie Monster geworden…

26.03.2024

Aus dem Focus
Die Koalition ist, schaut man auf die Inhalte, am Ende. Sie hat sich in wesentlichen staatspolitischen Fragen auseinander gelebt. Aber welche Konsequenzen zieht sie daraus? Das Ende kann schneller kommen, als viele denken. Friedrich Merz und Markus Söder und Alice Weidel und Sahra Wagenknecht fordern Neuwahlen. Alle haben zwar persönliche Motive, aber auch einen handfesten staatspolitischen Grund: Das Volksvertrauen in die Ampel ist weg. Noch nie hatte eine amtierende Regierung so wenig Rückhalt in der eigenen Bevölkerung wie die Truppe von Olaf Scholz, Robert Habeck und Christian Lindner. 
Der Bundeskanzler wird nicht müde, sich selbst zu loben, die Grünen stimmen ein und mäkeln allenfalls an der Kommunikation der Regierung herum, weniger an den Inhalten. 
Das macht die Sache nur noch schlimmer – je besser die Regierung sich selbst findet, desto misstrauischer wird das Volk. Am Ende bleibt der Eindruck grundloser Arroganz haften. Der Abstand von Regierung und Volk ist schon erstaunlich, und es sind etliche Gründe, die zu dieser „desolaten“ (Wagenknecht) Lage geführt haben. 
Ulrich Reiz diskutiert die politische Situation der aktuellen deutschen Koalitionsregierung und hebt mehrere Schlüsselpunkte hervor:
  • Vertrauensverlust: Die Koalition hat laut der Seite das Vertrauen des Volkes verloren, wobei nur noch jeder Fünfte ihr Vertrauen entgegenbringt.
  • Finanzielle Herausforderungen: Es wird ein Mangel an Haushaltsmitteln von mindestens 30 Milliarden Euro für den Etat 2025 erwähnt, was ein großes Risiko für die Koalition darstellt.
  • Verfassung und Schuldenbremse: Die Schuldenbremse wird als ein Hindernis für die Ausgabenwünsche von SPD und Grünen beschrieben, was zu Spannungen innerhalb der Koalition führt.
  • Migrationspolitik: Die Migrationspolitik wird als eine der größten Schwachstellen der Regierung angesehen, insbesondere in Bezug auf die Unfähigkeit, eine Begrenzung der Migration zu erreichen.

Diese Punkte spiegeln die Meinung des Autors wider und sollen die Gründe für die mögliche Instabilität der Koalition und die Forderungen nach Neuwahlen darstellen.

19.03.2024

Am 1. September 1983 eröffnet Bundespostminister Dr. Christian Schwarz-Schilling auf der IFA in Berlin durch einen symbolischen Knopfdruck den BTX-Dienst.
Bildschirmtext: Das Netz vor dem Internet. Ich war damals gleich dabei, allerdings mit einem nicht zugelassenen Modem, und der aus heutiger Sicht unglaublich niedrigen, und unsymmetrischen Übertragungsrate von nur 1200/75 Baud.
Ich hatte aber nie ein fertiges Gerät verwendet, sondern hatte eine BTX Software von „FUN“ von Feulner & Nahr. Das war legendär, und unfassbar spannend. Die Reste dieser Firma haben lange unter den Namen „Fun Communications“ weiter existiert. Das Unternehmen aus Karlsruhe ist mittlerweile dauerhaft geschlossen.

Die Post, so hieß das damals noch, hatte noch einen Zeittakt auf der Telefon Leitung, und so gingen aberwitzige Mengen ans Telefongebühren durch die Leitung – für sehr wenig Information, aus heutiger Sicht. Ein paar Text Zeilen, und etwas Klötzchen Grafik, das war’s. Das Ganze war unendlich langsam.

Zu der Zeit war der Welt Wirtschaftsgipfel in Bonn, und die Post hatte für die Journalisten, und deren technischem Tross, im „langen Eugen“ von Bonn unzählige BTX Terminals zur kostenlosen Benutzung aufgestellt (die Gebühren aber bestimmt vom Wirtschaftsministerium erstattet bekommen), und so konnte ich dort nach Herzenslust alle Seiten aufprobieren. Allein die Bestellung von Handschellen in einem Shop für Sex Spielzeug ging schief: so schweres Kriegsgerät könne man der Bundesrepublik nicht liefern war die Antwort….

Bei einer Zwischenbilanz 1992 zählte Btx-Chef Danke nur rund 320 000 Teilnehmer, obwohl der Dienst nach den ursprünglichen Prognosen längst ein Service mit mehreren Millionen Mitgliedern hätte sein sollen. Auch eine Umbenennung des Dienstes in Datex-J (J für jedermann) brachte keine Wende.

Erst nach einer erneuten Umbenennung 1995 in T-Online und nach der Eingliederung des Zugangs zum World Wide Web nahm der Dienst Fahrt auf. Über die Millionen-Schwelle schaffte es der Service dann ausgerechnet mit dem Online-Banking. Daran erinnere ich mich genau: Ich konnte mit dem Zugang in das unglaublich lahme Internet, aber auch in den BTX Dienst, den es immer noch gab.

Die alte Btx-Schnittstelle für das Online-Banking überlebte sogar das Ende des Btx-Dienstes 2001. Erst 2007 beugte sich die Telekom der Übermacht der Internet- und Webdienste und schaltete die Reste des Btx-Systems endgültig ab. Das Online-Angebot vieler Banken wurde noch bis zum Mai 2007 auf der Basis der inzwischen betagten Btx-Technologie betrieben. Die alten IBM Server des Dienstes wurden verschrottet.