27.07.2014

Es ist ein wirklich sehr merkwürdiges Gefühl: Alle Vorbereitungen zum Verkauf des Hauses wurden organisiert, und ich gebe den Hausschlüssel, der sich noch immer in meinem Besitz befindet, meinem jüngeren Bruder, der nach dem Willen meiner Eltern den Nachlass verwaltet. Wir 4 Kinder haben ein letztes gemeinsames Eis nach der Messe in unserer alten Heimat gegessen.

25.07.2014

Auf dem Weg nach Köln: treffen mit meinen Geschwistern im Haus der Eltern. Thema ist die Verteilung persönlicher Erinnerungsstücke an die Eltern und die Vorbereitungen zum Verkauf des Hauses. Außerdem ist in der Pfarrkirche „Christ König“ das 6 Wochen Amt für meine Mutter.

09.07.2014

Geburtstag!

Das Alter verrate ich nun nicht mehr – ich habe heute zwar Geburtstag, aber der 21, September wird in Zukunft mein Geburtstag sein. An diesem Tag habe ich das dritte Leben geschenkt bekommen! Es gibt trotzdem lekker Abendessen beim Chinesen.

08.09.2014

Ich habe fast 2 Wochen Urlaub vor mir. Ich sehe mir mit Thomas das neue „Bikini Haus“ auf der Budapester Straße an. Wir beobachten vom Dach des Hauses die Affen im Zoo (der liegt direkt dahinter) und genießen die letzten warmen Tage in diesem Jahr. (Fotos davon sind bei Google+ zu sehen)

05.07.2014

Die Fußball Weltmeisterschaft bringt etwas Ablenkung.

23.06.2014

Die Beerdigung verläuft wie bei meinem Vater im Februar letzten Jahres. Ich kann noch nicht glauben, dass jetzt auch meine Mutter in diesem Grab liegt. Meine Geschwister müssen auch wieder Abreisen, weil für alle Morgen ein normaler Tag ist. Die Feierlichkeiten lösen sich nach einer kleinen Stärkung am früheren Nachmittag auf.

22.06.2014

Zum Kaffee bei Christel kommt noch Thomas Bruder Norbert mit Frau. Für den Abend wurde schon vorab ein Abendessen mit allen engeren Mitgliedern und Verwandten der Familie bei einem China Restaurant in Köln geplant. Ein lockeres Zusammensein vor dem morgigen traurigen Tag.

21.06.2014

Die Fahrt nach Köln ist ohne besondere Vorkommnisse. Wir gehen abends mit Thomas Mutter  und meiner Tante im Brauhaus Janes in Leverkusen etwas essen und ein Kölsch trinken. Der Abend ist entspannt. Für Morgen ist Kaffeetrinken bei Christel (Thomas Mutter) geplant.

24.06.2014

Die Rückfahrt verläuft bis auf ein vermutlich teures Foto bei Bielefeld ohne weitere Auffälligkeiten. Ich vermisse nach der Rückkehr den über Jahre gewohnten Anruf bei den Eltern, mit der Mitteilung der gesunden Rückkehr.

19.06.2014

Morgen habe ich schon frei, und werde die Fahrt nach Köln vorbereiten. Wir nehmen meine Tante aus Berlin, eine jüngere Schwester meiner Mutter, zur Beerdigung mit. Einquartiert haben wir uns in einem Hotel in Leverkusen – das hatte ich mit Thomas auch früher schon so gehandhabt. Da können wir dann auch seine Mutter besuchen, die noch in Leverkusen wohnt.

16.06.2014

Die Feierlichkeiten der Beerdigung sind geplant, und ich habe von meiner Schwester, die nach am Tag vorher mit meiner Mutter gesprochen hatte, genaueres über die Den Hergang erfahren.

14.06.2014

Mein Bruder aus Köln organisiert mit meiner Schwester und meinem jüngeren Bruder, der gerade auf der Rückfahrt von dem eigentlich mit meiner Mutter geplanten Urlaub in Holland ist, die Beerdigung. Gegen Abend erfahre ich, dass die Beerdigung am Montag in einer Woche erfolgen soll.

13.06.2014

Heute Nacht um 3:30 ist meine Mutter im Krankenhaus verstorben – für mich völlig überraschend. Hatte ich doch am Wochenende noch mit Ihr telefoniert, und dabei den Eindruck gehabt, es ginge Ihr wieder besser. Die Stimme war wieder Kräftig, und sie war Zeitlich völlig orientiert.

09.06.2014

Zu Pfingsten erkennt meine Mutter, dass der Gesundheitszustand eine Fahrt hach Holland nicht zulassen wird. Sie ist aber der Meinung, noch im Laufe der Woche aus der Klinik entlassen zu werden.

03.06.2014

Meine Mutter kommt mit Atemproblemen ins Krankenhaus – Die Ärztin, die sie hausärztlich versorgt, will kein Risiko eingehen. Telefonisch ist meine Mutter trotz Festnetz am Bett schlecht zu erreichen, da sie immer einen falschen Knopf am Telefon drückt.

05.06.2014

Meine Mutter hofft darauf, am Wochenende wieder entlassen zu werden – Sie will doch über Pfingsten mit meinem jüngeren Bruder aus München nach Holland fahren, da liegt Köln ja sozusagen auf dem Weg.

02.05.2014

Da über Ostern alle Kollegen schon Urlaub eingereicht hatte, mache ich über den 1. Mai ein verlängertes Wochenende. Ich rufe in der Regel Sonntags so gegen 16:30 bei meiner Mutter an – sie bringt mittlerweile auch schon mal die Dinge durcheinander, oder seihet auf ihren Computer vor lauter geöffneten Fenstern die Mails nicht mehr, was ich dann von Berlin aus mit „Team Viewer“ wieder in Ordnung bringe.

04.03.2014

Um 14:00 ist die Nachuntersuchung im Deutschen Herzzentrum Berlin. Die CT Aufnahmen vom Januar liegen vor, und es wird eine weitere Sonogramm Untersuchung gemacht. Im Warteraum trinke ich noch einmal das Stille Heilwasser „Gräfin Annabelle“, welches im gesamten Klinikum überall zur Verfügung steht, und das meinen Durst nach dem Erwachen aus dem Koma so hervorragend gestillt hat.

Die Untersuchungen brachten keine neuen Auffälligkeiten zutage – allerdings wurde mir erklärt, dass auch der Aortenbogen noch eingerissen ist, was auf dem neuen CT auch zu sehen ist, und dass die Herzklappe nicht ganz richtig schließt. Alles in allem aber nichts wirklich Schlimmes – ich solle mich darauf einstellen, jährlich zur Untersuchung zu kommen. So weit so gut.

23.01.2014

Ich bin erneut im Paulinen Krankenhaus. Zur Nachsorge wird noch einmal ein CT aufgenommen – man will überprüfen ob alles gut eingewachsen ist. Mittlerweile habe ich eine Software zur Betrachtung der CT Aufnahmen; ich konnte in den Aufnahmen des Virchow Klinikums, die mir auf einer DVD ausgehändigt wurden, den Riss in der Aorta erkennen. Diese Aufnahmen waren für die sofortige Notoperation auschlaggebend.

01.01.2014

Thomas und Ich wollten ja unbedingt zu Sylvester wieder in Berlin sein – so sind wir rechtzeitig nach den Feierlichkeiten bei meiner Mutter aufgebrochen und zurück nach Berlin gefahren. Ich habe sicherlich etwas Gutes gekocht, weiß aber zum Zeitpunkt dieser Niederschrift nicht mehr was…

24.12.2013

Es geht weiter mit dem Tagebuch für 2014

Mit den restlichen Urlaubstagen konnte ich bis zur zweiten Januarwoche Urlaub machen. Ich bin mit Thomas über Weihnachten in Köln, und koche in Mutters Küche ein Festessen: Lachs Pralinen Röllchen mit Cocktail Creme, Entenbrust mit Spätzle und Rotkohl, Himbeere Mascarpone Creme als Nachtisch. Meine Mutter fragt zum Abschied, ob sich mich noch einmal sehen würde – Sie ist nun 92 Jahre alt.

Vorwort für 2014

Zum Zeitpunkt des Schreibens von diesem Tagebuch ist bereits das nächste traurige Ereignis passiert. Die Chronologie werde ich, wie immer, so genau wie möglich erfassen. Ich erwarte große Veränderungen in diesem Jahr, die ich noch nicht erfassen und vorhersehen kann.

20.12.2013

Minimale Vorbereitungen für das Weihnachtsfest, und schon wieder Urlaub: Das ich das noch erleben darf!  Meine Mutter, die noch mit großer Aufmerksamkeit meine Genesung in der Reha verfolgt hat, wirkt am Telefon etwas verwirrt – Sie ist wieder im alten Trott und ohne meinen Vater auch ohne wirkliche Aufgabe; da vergeht die Zeit nur langsam.

02.12.2013

Wieder am alten Arbeitsplatz: Alle Kollegen wollen alles ganz genau wissen – wie das halt so ist…

Nachwort 2013

Hiermit endet das Tagebuch aus 2013. Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter mir. Ich bin sehr froh, dass ich wieder so schnell auf die Beine gekommen bin.