Musikinstrumente

ARP Pro Soloist

Der ARP Pro Soloist ist ein typischer Preset Synthesizer. Ich erinnere mich, dass das in meiner Jugend unter Keyboardern sehr umstritten war, weil man glaubte, nicht alle möglichkeiten eines Synthesizers ausschöpfen zu können. Das glaubte auch ich einige Zeit, bis ich von Tony Banks von Genesis eines Besseren belehrt wurde. Vor allen Dingen auf der Bühne hat das Instrument viele Vorteile, weil man quasi auf Knopfdruck schnell den gebrachten Sound hinbekommt, ohne an unzähligen Schaltern und knöpfen etwas verstellen zu müssen. Tony beherrschte das meisterlich, und die Anfänge von Genesis wären in der Form für mich undenkbar gewesen. Zur Verdeutlichung der Möglichkeiten zeige ich hier Die Keyboard Arbeit des Stücks „Cinema Show“ aus dem Album „selling England By The Pound“.

Es ist wichtig zu wissen, dass auch der Pro Soloist intern ein ganz normaler Synthesizer ist, und nicht etwa eine Tonerzeugung wie bei einer Orgel hat – was ich früher vermutet habe. Vielmehr werden die vielen Parameter eines Synthesizers auf Knopfdruck mit bestimmten Werten schnell belegt, die intern in einem Rom abgelegt sind. Die Schaltung des Pro Soloist kann man im Service Manual bewundern. Im Stück oben sieht man auch das perfekte Zusammenspiel mit der hier ebenfalls beschriebenen Hammond Orgel und dem Mellotron.

Die Firma ARP gibt es nicht mehr, und deren Reste wurden vor einigen Jahren von Korg übernommen. Eines der ganz besonders erwähnenswerten Vorteile des Pro Soloist ist übrigens auch die sogenannte „After Touch“ Funktion, mit der man durch stärkeres Drücken einer Taste nach der Hüllkurve noch besondere Phrasierungen wie Tonhöhe oder Vibrato vornehmen kann. Hier noch ein paar schöne Videos, die die Qualität des Instruments zeigen: