Musikinstrumente

Mellotron

Das Mellotron, die analoge Urform des Samplers, wurde in den 1950er-Jahren entwickelt: Auf Tastendruck werden auf Bändern aufgenommene Instrumente oder auch Stimmen abgespielt. Das Mellotron ist auf vielen legendären Aufnahmen zu hören: kauzig und Kult zugleich.

Die analoge Urform des Samplers. Auf Bändern aufgenommene Instrumente oder auch Stimmen können auf Tastendruck abgespielt werden. Entwickelt Anfang der 1950er-Jahre von Harry Chamberlain. 1963, vor 55 Jahren, brachten die drei britischen Brüder Leslie das erste in Serie gefertigte Mellotron auf den Markt: das Mellotron Mark 1.

Im volldigitalen Zeitalter wirkt ein Mellotron wie ein uraltes Relikt – und genau das ist es auch. Reproduzierte Stimmen, Instrumente? Damals, bei seinem Erscheinen, bekamen ganze Orchester ruckzuck Zukunftsangst. Aber: Ganz so wild wurde es nicht. Auch, weil der Wechsel der verschiedenen Sounds so schwierig ist. Dazu muss nämlich der Bandrahmen gewechselt werden.

Wie funktioniert so’n Ding? Hier ist ein Motor unten drin, der Motor treibt ne große Welle an, und unter den Tasten liegen die einzelnen Bänder, die jeweils mit drei verschiedenen Sounds bespielt sind. Und wenn Du die Taste drückst, wird das Band auf die Welle draufgedrückt und fährt den Ton ab. Und das Band fällt hinten in so eine kleine Schachtel rein und nach acht Sekunden – länger waren die Bänder nicht – zieht ein Rückholmechanismus mit einer Feder das Band zurück und man kann wieder acht Sekunden den jeweiligen Ton spielen.“