20.05.2022

Bald geht’s los!

Als kleinen Vorgeschmack ein Bild vom Bahnhof des „rasenden Rolands” in Göhren / Rügen
Ich freue mich sehr darauf, wieder einmal aus Berlin raus zu kommen. Ich will zwei Wochen nichts mehr wissen von dem dummer Geschwätz der Altvorderen in Berlin, und will den Kopf frei bekommen von Putin, Inflation, Weizen Knappheit, und den „Parklets” in grün regierten Bezirken Berlins, als wenn wir sonst keine Sorgen hätten.

 Ich will Prora besuchen, die Kreidefelsen besichtigen, mit dem Zug fahren, und mit dem Hund am Strand spazieren gehen, und dabei denken: wenn es doch nur immer so sein könnte…

03.04.2022

ein schönes Wochenende!

 War der spontane Ausflug nach Odenthal im bergischen Land bei Köln, dem Geburtsort meines Vater. Hier Am Ort seiner Jugend haben wir uns mit meinen Geschwistern getroffen, (das wurde auch wieder Zeit!) von alten Zeiten Erzählt, einen Cousine nach langer Zeit wider gesehen, und einen Tag zuvor Thomas Mutter in einem Pflegeheim in Solingen besucht. In dem Torbogen sind noch die Initialen meines Vaters in das Holz geschnitzt – eine seiner Jugendsünden, wie er zuweilen sagte…
Im Brauhaus Herzogenhof, das völlig neu gestaltet wurde, hatten wir einen schönen Abend! Früher war der Herzogenhof eher eine feinere Adresse, mittlerweile hat er sich in ein bürgerliches Brauhaus verwandelt.

30.03.2022

Eh ich’s wieder vergesse:

 Heute um 16:32 beginnt der Frühling auf der nördlichen Halbkugel! (ich vergaß vor lauter Corona, dies im letzten Jahr zu erwähnen) Es hätte auch dieses Jahr ein hoffnungsvoller Termin sein können, würde nicht Herr Putin täglich unschuldige Menschen ermorden lassen! Da ist Frühling eher von untergeordneter Bedeutung. 


 Trotzdem: es ist morgens beim Aufstehen wieder hell, und die Vögel begrüßen den Morgen. Ich wage keine Prognosen darüber, was dieses Jahr uns noch bringen wird. Plötzlich ist die Zeit der ganz großen Veränderungen gekommen: alte Vorurteile werden bestätigt, Versäumtes ist nun doppelt so schlimm, die Aufreger von Gestern sind heute keine mehr, und die politische Landschaft ändert sich radikal…

Ich sollte noch erwähnen, dass ich mich auf die Reise nach Rügen freue – die Aufgeregtheiten von Berlin hinter mich lassen, hinfahren, ohne unterwegs ein Steckdose suchen zu müssen, und keine aufgeregten kleinen Kinder, die sich auf den Straßen festkleben; wenn sie wüssten, wie sehr ich das Geschrei hasse – bringt es und doch keinen Schritt näher an die die Lösung der drängenden Fragen der Zukunft. Ich wünschte mir, das weniger laut gebrüllt und mehr geforscht und erfunden wird – zu lösende Probleme gibt es nun wahrlich genug! Seit Darwin wissen wir ja auch, dass der Mensch nicht am siebten Tag, und Eva nicht aus einer Rippe Adams erschaffen wurde, als ans Werk!

07.03.2022

Es war bestimmt das letzte Konzert!

 Mercedes Benz Arana Berlin: nach langer Zeit der Pandemie endlich mal wieder wein großartiges Konzert: Genesis vor 10.000 Zuschauern!
 Das letzte Konzert sage ich, weil sich der gesundheitlich Zustand von Sänger und ehemaligem Schlagzeuger Phil Collins erheblich verschlechtert hat, und er auch mittlerweile 71 Jahre zählt. (wenn ich das richtig gelesen habe)
 Wie in diesen Seite ja schon so oft beschrieben, begleitet mich die Musik von Genesis mein Leben lang, und ich habe am Computer viele MIDI Dateien von Genesis Werken, zum Teil in monatelanger Arbeit, erstellt.
 Spontan fiel mir ein: Sie sind in Würde gealtert. Der Sound hatte nicht mehr die Frische der 2007er Tour, vor allen Dingen weil mit Rücksicht auf Collins Stimme viele Stücke 1-2 Töne tiefer transponiert wurden. Mittlerweile singt Collins nicht mehr gut, aber ich glaube, es hat niemanden gestört! Der Wille zählt, und die Würde, sich noch noch einmal von den Fans zu verabschieden. Und in diesem Zusammenhang fällt mir auch ein, wie genial Phil Collins sein musikalisches Können an seinen Sohn Nic weitergegeben hat, der auf dieser Tour das Schlagzeig spielt, und seinem Vater in jeder Beziehung das Wasser reichen kann!
 Den Titel Titel „Home by the Sea“ hatte ich vor einigen Jahren ebenfalls nachgebaut, Second Home by the Sea beginnt in meiner Interpretation etwa ab der Hälfte der Laufzeit, das reguläre Home by the Sea“ ist ja noch davor. Er ist etwas wie meine tiefe Verneigung vor dieser Musik…
 Die „The Last Domino?“-Tournee ist die Würdigung einer Lebensleistung. Und die traurige Tatsache, dass die alten, wunderbaren Lieder von Collins‘ Band keine Zeitdokumente mehr aus einer politischen Ära sind, die für immer vergessen zu sein schien. So sang Phil Collins 1986 über den Tag, nachdem die Bombe hätte abgeworfen werden können, und so sang er es am Montagabend: „I remember long ago / When the sun was shining /And all the stars were bright all through the night /In the wake up this madness, as I held you tight /So long ago.“

02.03.2022

Er ist größenwahnsinnig!

Er will wohl in die Geschichtsbücher als Putin der Große eingehen. Die Geschichte wird zeigen, dass er in die Geschichtsbücher als Putin der Schlächter oder Putin der Schreckliche eingeht. Nun, wenn er meint, dass er so in das Gedenken Russlands und der Welt eingehen will,… bitte, es wird ihm nur nichts nutzen.

 Die Geschichtsbücher sind voll von Männern, die sich selbst überschätzt haben, mit riesengroßen Armeen und am Ende an ihrer eigenen Dekadenz gescheitert sind. Rom ist gescheitert, Alexander der Große ist am Ende gescheitert und sein Reich ist an seiner Größe zu Grunde gegangen. Das Ägyptische Reich, zerbrochen und zeitweise gehörte es zum römischen  Imperium. Nicht zu vergessen Napoléon Bonaparte. Alles erobert, sogar Moskau und am Ende ist er am Winter in Russland gescheitert und daran, dass er sich an Russland verschluckt hat.

 Wenn ich Putin da sitzen sehe, dann sehe ich einen Mann, der einen unzufriedenen Eindruck macht. Unzufrieden mit sich, unzufrieden mit seiner Situation. Unzufrieden mit der Situation Russland, kalt, desinteressiert, arrogant. Arroganz war noch nie ein guter Ratgeber. Er sitzt da, gefangen in seiner eigenen Weltsicht, empathielos, herzlos und ohne Erkenntnis wie er da wieder raus kommt. Aber vielleicht ahnt er, dass er am Ende ist mit seinem Latein…(das hoffe ich!)

 Schaut Euch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an, der in Kiew seinem Volk im Krieg vorangeht. Und dann Wladimir Putin, der in einem Kellergewölbe haust, weil er Angst hat, sich mit Corona anzustecken. Könnte es einen größeren Gegensatz geben? Er ist ziemlich feige, pardon, sagen wir lieber: sehr vorsichtig.

 Der politisch-moralische Zustand der Ukraine wurde unterschätzt, und die Kampfbereitschaft der russischen Armee überbewertet. Im Südosten der Ukraine bei Tschernigow musste neulich ein Panzer anhalten, weil ihm der Treibstoff ausgegangen war. Die Besatzung stieg aus und fragte die Bevölkerung nach Sprit… Putin ging davon aus, dass der Westen noch Zeit braucht, um in die Gänge zu kommen. Er hatte vor, nach der Ukraine auch Moldawien und Teile des Baltikums zu besetzen. Das entfällt, stattdessen verteidigt die Ukraine inzwischen europäische Werte. Putin hat alle westlichen Politiker hinters Licht geführt, betrogen. Scholz, Macron, Baerbock. Auf diese Gerissenheit sind viele Russen stolz. Wenn sie andere über den Tisch ziehen können, fühlen sie sich besser. Das ist ein typisch russischer Charakterzug. Wir sind aber nicht mehr im 13. Jahrhundert.