06.07.2008

Es ist heute drei Tage vor meinem 53. Geburtstag und ich komme endlich wieder dazu, dieses Tagebuch fortzuführen. Nun, was alles gibt es zu berichten? Ich fange (mal wieder) bei der Arbeit an, wo mich ein großes Projekt die ganze erste Jahreshälfte enorm beansprucht hat. Diesmal waren es 4 Fernsehstudios für einen Sender, der Astrologische Beratungen zeigt: Zuschauer können anrufen und werden über die Telefonrechnung dann kräftig zur Kasse gebeten. Es ist die unterste Schublade dessen was man in der Fernsehlandschaft so machen kann aber der Kunde zahlt ja und die Zeiten sind ja nicht so, dass man es sich leisten kann Kundenaufträge, aus welchen Gründen auch immer, abzulehnen. Während der ganzen Arbeit ist dann auch Anfang des Jahres noch mein Onkel aus Berlin nach schwerer Krankheit verstorben. Zur Beerdigung kamen dann auch meine Eltern aus Köln angereist und wir hatten daher die Gelegenheit, uns nach längerer Zeit wieder einmal zu treffen und zu sehen. Leider verlief dieses Treffen, auf das ich mich eigentlich sehr gefreut hatte, dann doch nicht so harmonisch. Sehr schade, eigentlich.

Eltern können ja nie aufhören Eltern zu sein, wollen ja auch immer nur das Beste für ihre Kinder und was wiederum das Beste ist, darüber gehen die Meinungen halt auseinander, und das ist ja auch gut so und war schon immer so und soll sicher auch immer so sein. Alles also ganz normal so… Eine Sommergrippe hat dann Thomas und mir auch noch zu schaffen gemacht, als wäre alles nicht schon anstrengend genug.

Frau Bundeskanzlerin behauptet, dass der Aufschwung bei den Bürgern ankomme – allein davon kann ich überhaupt nichts spüren: der Sprit ist so teuer, dass man ja bald nicht mehr zur Arbeit fahren kann und Steuern gibt es dafür ja auch keine mehr zurück. Die Energiekosten treffen Otto Normalverdiener wie mich mit voller härte – da wäre man ja besser ein „Empfänger von sozialen Transfer Leistungen“ – die bekommen die Heizkosten bezahlt, egal wie viel sie verbrauchen – paradiesische Zustände… Und leider gebe ich auch noch fast alle Hoffnungen auf, dass irgendeine Regierung den Gordischen Knoten einmal zerschneiden würde – zu weit fort sind doch diese Menschen von den alltäglichen Problemen der ganz normalen Leute. Fort von den Menschen, die sich Sorgen darüber machen, ob es den Arbeitsplatz auch noch im nächsten Jahr noch gibt, fort von den Hoffnungen, dass man endlich einmal so viel verdienen könnte, dass man ein ganz normales, auskömmliches Leben führen könnte. Statt dessen darf ich in meiner kleinen Stammkneipe nicht mehr rauchen – da hat die Politik doch wieder ganz große Taten vollbracht. Der Leser möge meinen Zynismus entschuldigen – der letzte Weg aus der Hoffnungslosigkeit. Ach und noch etwas: jemand sagte vor kurzem, die Katholische Kirche sei der größte Schwulen-verband der Welt – traf damit den Nagel auf den Kopf und wurde dafür, wie erwartet, auf das Heftigste gescholten – aber das nur noch so am Rande bemerkt.

Ach ja noch – man wird halt auch nicht jünger, die Knochen krachen, und irgendwie war früher überall mehr „Saft“ drin aber dafür hat man halt den besseren Durchblick bei den globalen Zusammenhängen – das aber mach das Leben auch nicht gerade einfacher…

Vorwort 2008

Beruflich bin ich weithin sehr eingespannt und komme eher selten dazu, dieses Tagebuch zu führen.

01.01.2008

Über Weihnachten habe ich das neue Flash CS3 installiert und das hier ist nun die Probe, ob alles wieder wie gewohnt funktioniert…

23.12.2007

Mittlerweile sind wir auch im Grundbuch als stolze Eigentümer eingetragen und können damit das Weihnachtsfest in den eigenen vier Wänden so richtig genießen! Für das Fest habe ich einen detaillierten Menüplan erarbeitet. Thomas Mutter kommt uns heute besuchen. Wir holen Sie in Tegel am Flughafen ab. Sie wird bis nach Weihnachten bei uns bleiben.

>E N D E Tagebuch 2007<

Es geht weiter mit dem Tagebuch für 2008

25.08.2007

Wir haben uns die neue Wohnung gemütlich eingerichtet und endlich geht alles wieder seinen geregelten Gang. Die ganzen Formalitäten sind immer noch nicht alle erledigt und unser Notar arbeitet hart daran! Im Baumarkt kennt man mich fast schon persönlich. Ich bin Elektriker, Fliesenleger, Tischler, Maler, Fernsehtechniker, Antennenbauer, Schlosser, Installateur und was sonst noch alles in einer Person…

17.07.2007

Abends sind schon wieder 3/4 aller Kartons ausgepackt und die Wohnung fängt an, wohnlich zu werden… Wer dieses Tagebuch liest weiß ja, dass Thomas und ich in Sachen Umzug mittlerweile so unsere Erfahrungen haben. Der Schlafzimmerschrank hat nun den sechsten Umzug hinter sich – den baue ich auch im Schlaf auf…

16.07.2007

Der Umzugstag ist wahrscheinlich der heißeste in diesem Jahr: 37° sagt das Thermometer – die armen Jungs von Zapf Umzüge! Ich suche nachmittags ein blödes Kabel für die Beleuchtung des Wohnzimmerschrankes und kann Diesen deshalb nicht aufbauen. Abends steht aber wenigstens wieder das Bett an seiner Stelle, das ist erst einmal das Wichtigste.

13.07.2007

Am Montag ist es so weit: Umzug! Wir werden Am Wochenende die letzten Dinge packen. Das Chaos ist mittlerweile unbeschreiblich. Wir freuen uns trotzdem sehr auf das neue Leben dort…

11.07.2007

Am letzten Wochenende ruft mich mein Bruder aus dem Münchener Olympiastadion von Genesis Konzert an – ich kann so wenigstens am Telefon ein wenig die Atmosphäre erleben. Gern hätte ich in Berlin die Geschichten der wundervollen Welt von einem Land, in dem die Schmetterlinge und Vögel singen, von einem Mädchen das Krocket spielt, und die Geschichte der fünf Flüsse, oder der Welt von giftigen Riesenpflanzen gehört. Und wenn alles  ganz wunderbar geworden wäre, dann erinnerte ich mich an die Geschichte von dem Lamm das sich in die Großstadt verirrt hat und den jungen Rael auf der Suche nach seinem Bruder John. Und überhaupt: auch für mich sind die Teppichkrabbler etwas ganz, ganz Besonderes.