Die alte Heimat

Erinnerungen…

Da war ich wegen eines Notartermins in Leverkusen und konnte so ein paar Vergleiche zu Berlin anstellen. Vergleiche zwischen Großstadt und Kleinstadt, zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland – aber auch zwischen arm und reich.

Obschon ich ja erst seit nunmehr 8 Jahren in Berlin wohne, habe ich mich an das Leben in der Hauptstadt derart gewöhnt, dass mir folgende Dinge in der alten Heimat sofort auffallen: Alle sind hier irgendwie super gestresst und durchweg neue, viel zu große und extrem sauber geputzte Fahrzeuge fahren hier durch viel zu enge Straßen mit ständig roten Ampeln, die aber alle irgendwie frisch lackiert aussehen.

Wie anders ist das Bild doch in Berlin: Hier sind die Wagen im Schnitt mindestens 5 Jahre älter, wenn nicht mehr, kleiner – und fahren durch Straßen mit richtig viel Platz, leidlich funktionierenden grünen Wellen aus alten, mattgrünen und teils ergrauten Ampelanlagen (das mag der gemeine Autofahrer in Berlin durchaus ganz anders sehen)

Sarabande

John Lord Sarabande

Nach dem Tod von John Lord, dem großen Idol aus meiner Jugend. Da habe ich in meiner Jugend unzählige Stunden damit verbracht, die Hammond L100 meines Bruders wie die B3 von John Lord klingen zu lassen. Ich gebe zu: unter meiner Schreibtischauflage liegt im Büro noch der Schaltplan einer Hammond B3 – wenn es mir ganz schlecht geht, studiere ich die Schaltung und alles wird wieder gut… (der Kopf wird wieder frei!)

Doors

Das waren noch Zeiten! Ich ging in Köln noch auf das Dreikönigsgymnaium und war unsterblich in Jim Morrison verliebt!

David Bowie

Ashes to Ashes

… zu seinem Tod und zum Gedenken an einen seiner, wie ich finde, skurrilsten Titel. (… und thematisch so ungeheuer passend! – Wie tragisch!) 

05.08.2022

Mit zwei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt können wir es schaffen!

Einer der führenden Denker unserer Zeit ist der israelische Historiker und Schriftsteller Yuval Noah Harari (46). Yuval Harari schafft es, komplizierte Sachverhalte einfach, logisch und überzeugend darzustellen. Die Welt steht vor vielen Herausforderungen, die nur gemeinsam gelöst werden können. Er hebt drei davon besonders hervor: technologische Störungen, die nukleare Bedrohung und den ökologischen Zusammenbruch.

Harari, Yahav und ihr Team haben die globalen Kosten zur Überwindung des Klimawandels berechnet. Wenn wir uns das große Ganze ansehen, liegt der Preis bei um die zwei Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dabei handelt es sich nicht um Kosten, sondern um Investitionen in unsere Zukunft. Bekämpfen des Klimawandels schafft Arbeitsplätze, erhöht das BIP, vergrößert Wohlstand und verbessert die Lebensqualität weltweit.

Statt diese Forschungsergebnisse aufzugreifen und umzusetzen, machen unsere Politiker unsinnige Vorschläge zum Energiesparen. Allen voran Robert Habeck (52, Grüne) möchte, dass wir bei Temperaturen zwischen 30 und 40 Grat nicht nur kürzer warm duschen, sondern auch unsere Schwimmbecken weniger beheizen.

Wer bei 30 bis 40 Grad Außentemperatur heiß statt kalt duscht, ist keine Umweltsau, sondern lebensmüde. Hitzschlag ist lebensgefährlich. ich werde doch nicht extra warm duschen, um durch schnelleres Waschen Energie zu sparen. Alle werden gebraucht beim Energiesparen. Cruising auf der Autobahn geht auch ohne Auto. Jeder Rastplatz ist auf Nebenstraßen mit dem Rad oder per pedes zu erreichen. Hemden im Knitterlook müssen nicht gebügelt werden. Wer im Supermarkt am Ende es Einkaufs zwei Artikel aus seinem Warenkorb zurücklegt, bekämpft nicht nur die Lebensmittelverschwendung, sondern gleichzeitig den Hüftspeck. Und am Ende des Pornos nicht vergessen, den Stand-by Betrieb von Fernseher und DVD Player abzuschalten. LICHT AUS!
Natürlich sind alle diese Spartipps Schnapsideen. Aber ich wolle mich auch mal fühlen wie schnell duschende Politiker auf dem Lastenfahrrad.

Wir alle wissen, was helfen würde: Neue Fenster und Wärmepumpen, langsam fahren im Kleinwagen statt SUV, Einbringen des eigenen Autos in die Fahrgemeinschaft, Urlaub auf Balkonia statt in Sitges.
Während jeder für sich klein, klein denkt und handelt, erklärt Harari der Welt das große Ganze. Jetzt müssen wir alle nur noch zuhören und die Frohe Botschaft weiterverbreiten. Vielleicht wird so Harari zum Urvater der Klimarettung, Erhaltung der Artenvielfalt und Initiator hoher Lebensqualität für alle. Zu hoffen wäre das – ich bin der ewigen Schwarzmalerei, und dem immerwährenden Pessimismus so überdrüssig geworden.