13.03.2016

Bild: © Carsten Koall/dpa | Carsten Koall
Das Land der Dichter und Denker, sowie der Architekten und Ingenieure ist, wie man hier in Berlin besonders gut sehen kann, nicht in der Lage, Probleme schnell zu lösen, oder Projekte sorgfältig zu planen.

Da sind am Berliner Hauptbahnhof von etwa 55 Rolltreppen mindestens 35 stillgelegt, und die Fahrgäste schleppen das Reisegepäck beim Umsteigen über drei Etagen, da der Berliner Bahnhof ein Kreuzungsbahnhof ist, und die Ost – West Verbindung oben, und die Nord – Süd Verbindung unten verläuft. Eine schnelle Reparatur, oder ein Statement der DB sind nicht in Sicht…
Bild: © FUNKE Foto Services | Reto Klar
Es sollte das ganz große Schauspiel werden: Die Einladungen waren bereits verschickt, nun mussten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kurzfristig einen Rückzieher machen: Die Premierenfahrt des „Urbanliners“, der neuen superlangen Tram (50 Meter), kann nicht wie geplant stattfinden. Das teilte das Verkehrsunternehmen am mit.

Die Zulassung der 100 Tonnen schweren Bahn wurde nicht erteilt, da die vorgesehene Strecke über U-Bahn Tunnel und Brücken führt, und die Tragfähigkeit für die schwere Bahn nicht gesichert ist.

Da frage ich mich: hätte man das nicht vor einer Bestellung von 100 Bahnen des Typs überprüfen können? Und außerdem: warum immer diese extra langen Gefährte? Das macht Berlin auch bei den Bussen: so lang, dass die Busse beim links abbiegen nicht auf die Spur für Linksabbieger passen, und das Hinterteil in die mittlere Spur ragt, und der Geradeausverkehr blockiert. Früher hatte Berlin die schönen Doppeldecker Busse: die hatten den Fußabdruck eines normalen Busses, aber mit doppelter Größe. Warum muss heutzutage alles in die Länge gebaut werden? Weder die langen Busse, noch die Bahnen passen in das Straßenbild von Berlin, von den dazu gehörigen langen Haltestellen will ich erst gar nicht sprechen…