Was ist MIDI?

01. Historie

Der Midistandard wurde seinerzeit von einem großen Hersteller für Syntheseizer Namens "Sequential Circuits" entwickelt und diente in der ursprünglichen Bestimmung dazu, verschiedene Musikgeräte derart zu verkoppeln, daß man z.B. mit nur einer Tastatur mehrere Geräte spielen und bedienen komnnte.

02. Wie geht das?

Die Schnittstelle überträgt demnach keine Töne, sondern die Information wann welcher Ton in welcher Tonhöhe und Dauer u.s.w. gespielt wird. Wie gesagt es ist eine Fernbedienung! (für Musikgeräte)

03. und der Computer?

Ein Computer kann nun diese Daten empfangen, speichern und wieder auslesen. Er hat dazu die gleiche Schnittstelle wie die Instrumente, eben die "MIDI" Schnittstelle. Der Computer speichert die Daten als Midifile mit der Endung *.MID ---

04. Wo kommen die Töne her?

Das ist genau der Punkt: Um Töne zu erzeugen braucht man ein Instrument, etwa einen Synthesizer. Dies kann nun ein ein am Computer angeschlossenes Instrumet sein, (Via Midikabel) oder eben der im Audioteil des Computers untergebrachte, eigene Synthesizer.

05. Wo stellt man das ein?

In der Systemsteurung unter "Sounds und Muktimedia" kann man einstellen, ob die Mididaten an die Midischnittstelle oder den eigenen Synthesizer geschickt werden.

06. Welches Gerät sollte man Einstellen?

Dies ist der nächste, wichtige Punkt: Je nach Ausstattung des Computers können dort verschiedene Einträge sein. Standard ist "Microsoft Wavetable SW Synth." bei Comutern mit Onboard AC97 Soundteil. Wenn eine Audiokarte im Computer ist findet man weitere Einträge mit denen man den Synthesizer der Soundkarte auswählen kann. Näheres im nächsten Abschnitt.

 

Soundkarten:

01. Welche Soundkarte?

Ich bevorzuge seit Jahren die Soundkarten von Crative, namentlich die "Soundblaster" Karten.

02. Warum?

Creative hat vor einiger Zeit einen großen Hersteller von Sythesizern aufgekauft. Der Name ist E-MU Systems. Diese Geräte hatten bei Musikern einen legendären Ruf in Bezug auf die gelieferte Soundqualität. Creative hat nun den Soundchip von E-MU Systems auf den Karten der Serien AWE32, AWE64 und Live! verbaut.

03. und das bringts?

JA!!! Synthesizer der heutigen Generation erzeugen die Sounds nicht synthetisch durch Oszillatoren, sondern verwenden dazu gespeicherte Originalsounds, sogenannte "Samples". Diese "Klangstückchen" sind in einer besonderen Datei gespeichert den sogenannten "Soundfonts".

04. Wie sind die Unterschiede?

Jetzt ist natürlich klar, daß das Klangergebnis maßgeblich von der Qualität der gespeicherten Samples abhängig ist. Und hier gibt es große Unterschiede! In einem Compuer mit Onboard Sound findet ein Sampleset von "Roland" (auch ein Hersteller von Synthesizern) verwendung; eine Kooperation von Microsoft und Roland. Natürlich hat Roland nicht seinen besten Sampleset an Microsoft zur millionenfachen Verbreitung geliefert. Deshalb klingt der in Windows eingebaute Synthesizer auch vergleichsweise dünn! Außerdem kennt er keine Effekte wie Hall oder Chorus.

Viel besser ist da der Soundfont der Soundblaster Karte! Hier klingen alle Instrumente sehr natürlich! Es stehen sogar verschiedene Sets von Instrumenten sowie mehrere Schlagzeuge zur Verfügung. Mit zusätzlicher Software lassen sich sogar eigene Klänge in die Soundkarte laden. Für Leute, die sich ernsthaft mit Musik beschäftigen ist eine gute Soundkarte ein "Muß" (!!)

 

Webseiten:

01. warum MIDI?

Wie oben beschrieben, werden bei MIDI ja nur Ereignisse übertragen, ganz so als ob man auf der Tastatur eines Synthesizers spielt. Midifiles sind deshalb vergleichsweise klein, es ist ja, wie gesagt, keine Audioinformation in diesen Files. Deshalb sind die Ladezeiten auch viel geringer als bei "richtigen" Audiofiles wie etwa MP3.

02. Es klingt aber komisch!

Das hängt, wie oben gesagt, sehr von der verwendeten Audiohardware ab. Leider hat man als Webmaster alo auch keine Kontrolle darüber, wie der Sound beim Betrachter der Seiten ankommt. Bei dem Besucher der Seiten kann alles vorkommen: die Bandbreite reicht vom Sound eines Kinderspielzeugs bis zu den Klängen professioneller Musikinstrumente.

03. Vorteile?

Eine ganze Menge! Wer sich ernsthaft mit Musik beschäftigt, kann sich Midifiles herunterladen und in einer Kompositionssoftware öffnen. Nun mann man mit der Musik arbeiten: das Arrangement ändern, die Mischung ändern, sich die Noten ausdrucken - analysieren wie das Stück komponiert ist. Alle Bestandteile des Stückes sind im Zugriff. So wird man vom reinen Konsumeten zum ambitionierten Musiker. In diesen Webseiten ist deshalb auch nicht nur "irgendwie" Musik, sondern genau das, was ich passend fand; das gillt nicht nur für den Klang, sondern auch für die Texte der Musik. Es soll nicht verschwiegen werden, daß unbedarftes herumeditieren in Midifiles das Ergebnis auch sehr schnell "verschlimmbessern" kann; oder noch schlimmer: die Kompatibilität mit Standard Midifiles geht verloren.

04. Rechliches...

In einer Zeit, in der man(n) fast keine Musik mehr hören darf, ohne sofort dafür bezahlen zu müssen, wäre es der reine Irsinn, geschützte Werke auf einer Internet Seite zu veröffentlichen. Midifiles sind hier eine (noch) mögliche Lösung. Hier ist nicht das Stück an sich veröffentlicht, sondern sozusagen nur seine elektronischen "Noten".

Das wahre begreifen von Musik geschieht doch auch im Kopf: Ich konnte schon immer, etwa wenn ich in der U-Bahn saß, mir im Kopf eine Platte auflegen und die habe ich dann "gehört" - ganz ohne Walkman - da kommt einem kein "digital Rights Management" in die Quere.

 

Weitere Informationen:

01. Welche Software kann man benutzen?

Ich benutze "Cakewalk Home Studio". Dort setze ich Events in Listen ein - ich benzutze kein Keyboard zur Eingabe.

Hervorragend waren auch die Programme von Emagic - bis Emagic von APPLE aufgekauft wurde und nun die Software nur noch für MAC-OS vertrieben wird :-(

Nicht zu vergessen Steinberg VST: hervorragend und für Windows verfügbar!

Alle diese Programme sind nur für ernsthafte Musiker und Musikinteressierte interessant - Autoradio Normalhörer sind da schnell überfordert... Musikalisches Einfühlugsvermögen, Notenkenntnisse und ein gutes Gehör können ebenfalls nicht schaden...

Alle Stücke in diesen Seiten wurden vom mir überarbeitet und klingen, wenn man eine Sounblaster Karte verwendet, genau so wie ich das haben wollte! Das gillt für jedes hörbare Instrument. Ich lasse grundsätzlich alle Copyright vermerke in den Files - eine Verneigung vor der unglaublichen Arbeit die unbekannte, aber dennoch hochbegabte Musiker in diese Dateien gesteckt haben.

02. Noch Fragen?

michael@m-eicher.de ...ich freue mich auf Gleichgesinnte...

Noch ein Versprechen zum Schluß: Ich werde alle auf dieser Homepage verwendeten Midifiles auf einer eigenen Seite zum Download bereitstellen. Daß da nur "Genesis" Stücke dabei sind liegt "in der Natur" des Webmasters...